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Über das Radfahren in Ottensen

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Ottenserinnen, liebe Ottenser,

viele Gespräche und eigene, leidige Erfahrungen haben mich dazu gebracht nachfolgenden Aufruf zu schreiben. Dazu gehört eigentlich auch, dass die Fußwege immer schmaler werden, weil die Sitzreihen vor den Lokalen immer breiter werden, die Fahrräder bis an den Marktstand mitgenommen werden, oder immer mehr und größere Werbereiter aufgestellt werden.

Ich habe jedenfalls den Eindruck, dass die Rücksichtnahme auf die Belange anderer abnimmt. Man will seinen Spaß oder Vorteil haben und wenn jemand sagt: „Kann ich da mal vorbei“, oder „Muss die letzte Möglichkeit zur Querung der Straße zugeparkt werden“, dann stört er.

Es geht hier nicht darum zu sagen, „Du darfst das nicht“. Es ist der Versuch an die Vernunft zu appellieren oder etwas bewusst zu machen, was dem Einen oder Anderen vielleicht gar nicht mehr auffällt.

In Ottensen leben auch ältere Menschen, leben auch behinderte Menschen.

Vielleicht sehe ich das ja alles viel zu eng. Vielleicht werde ich langsam alt (auch im Denken. Altersstarrsinn = Ich will da durch und keinen Umweg laufen).

Trotzdem: Dies ist meine Meinung und ich würde gerne Eure/Ihre Meinung zu diesem Thema hören.

REINHARD ZAAGE (Mitglied im Vorstand des Distriktes Ottensen und im Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung)

E-Mails an die Redaktion distriktsforum-ottensen@web.de, oder zaagetruppe@aol.com, oder Tel.: 8800516

EIN APPELL AN DIE VERNUNFT

SPD–DISTRIKT OTTENSEN FORDERT MEHR RÜCKSICHT

Über das Radfahren in Ottensen und anderswo

Radfahren ist gesund, umweltfreundlich und bringt Spaß, keine Frage.

Das mit dem Spaß sollte aber für alle Verkehrsteilnehmer gelten.

Dass Autofahrer oft keine Rücksicht auf Radfahrer nehmen, ist leider eine Tatsache und deshalb fordern wir alle Autofahrer auf, Rücksicht zu nehmen und sich vor allem an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten.

ZUR ERINNERUNG: FAST GANZ OTTENSEN IST EINE 30 - ZONE

Es ist auch eine Tatsache, dass der CDU geführte Senat seit 2001 die Mittel für Radwegbau- und Sanierung bis zur Koalition mit den Grünen vollkommen gestrichen hatte und die Hamburger Radwege schlicht verrottet sind. Erst im letzten Jahr hat sich dies geändert, obwohl man in Ottensen nicht viel davon bemerkt.

Trotzdem können Radfahrer nicht machen was sie wollen

Es nervt, wenn RadfahrerInnen gegen die Richtung den Radweg benutzen und erwarten, dass alle anderen ausweichen.

Besonders gefährlich ist das Fahren gegen die Richtung auf den abmarkierten Radwegen in den Straßenzügen Keplerstraße – Arnoldstraße bzw. Klausstraße – Eulenstraße. Hier ist das Fahren gegen die Einbahnstraße natürlich nicht erlaubt, weil viel zu gefährlich wegen des Gegenverkehrs und der Radweg zu schmal ist. Außerdem behindert dieses Verhalten die Radfahrer, die sich an die Regeln halten und auch vorankommen wollen. Das ist einfach nur Egoismus.

Besonders oft hören wir Beschwerden über das Radfahren auf den Fußwegen. Dort, wo Fußwege breit sind, mag das noch tolerierbar sein, aber nicht in der Bahrenfelder Straße, der Ottenser Hauptstraße und anderen Nebenstraßen. Viele Menschen fühlen sich schlicht bedroht und behindert durch rücksichtslose Rad-fahrerInnen. Wenn sich dann jemand zu Recht beschwert, muss er auch noch damit rechnen beschimpft zu werden, er wäre radfahrerfeindlich. Das ist leider alles schon passiert.

ZUR ERINNERUNG: Kinder bis 8 Jahren müssen den Fußweg benutzen, Kinder bis 10 Jahre haben die Wahl, Erwachsene nicht, sie müssen auf der Straße fahren.

Deshalb unser Apell an alle Ottenser:

• Autofahrer nehmt Rücksicht auf Radfahrer und Fußgänger,

• Radfahrer, fahrt nicht auf den Fußwegen

und noch etwas….

• Liebe Fußgänger, guckt bitte einfach mal wo Ihr hingeht und erwartet nicht immer, dass andere Fußgänger Euch ausweichen.