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Montag 4.01.2008: Fehler ohne Konsequenzen oder tritt Koch jemals zurück ?

Eine Woche nach der Hessenwahl hat Koch nun „Fehler“ eingeräumt. Es blieb ihm auch nichts anderes übrig. Schließlich ist zweistellig zu verlieren schon eine besondere Leistung. Da muss man sich als Regierungspartei wirklich Mühe geben. Die eigentliche Frage ist doch aber, welche Konsequenz Koch aus dieser ziemlich späten Einsicht zieht. Wenn man diese Verluste einfährt und die eigene Partei bundesweit schwer beschädigt, kann man sich doch nicht mit aufgeblasenen Backen vor die Wähler stellen und einfach weitermachen. Der hessische CDU-Wahlkampf war dreckig und mies und das nicht zum ersten mal, aber strafbar im Sinne des Gesetzes war die abgefuckte Kampagne nicht. Und doch drängt sich da ein Vergleich zur Diskussion um Jugendkriminalität auf. Bekanntermaßen soll bei jugendlichen Straftätern die Strafe auf dem Fuße folgen. Richtig! Und ein Politiker, der auf einem stinkenden Misthaufen seiner eigenen politischen Ausscheidungen sitzt, sollte sofort die einzig richtige Konsequenz ziehen, nämlich zurücktreten. In diesem Fall haben wir auch einen Wiederholungstäter vor uns, der offensichtlich keine Grenzen kennt. Henning Voscherau trat als Hamburger Bürgermeister zurück, weil er sein Wahlziel nicht erreicht hatte und das als mangelndes Vertrauen der Wähler wertete. Was muss eigentlich geschehen, damit Koch freiwillig zurücktritt? Oder gibt es irgendetwas, für das Koch wirklich die politische Verantwortung übernimmt? Weiss er überhaupt was das ist?