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Weblog von Walter Zuckerer

Die letzte Satire vor der Wahl: Moorburg als Designobjekt und Feinstaub für alle...

Der CDU Senat hat noch nicht alles verkauft! Wir unbelehrbaren Hamburger Bürger haben ihm den Ausverkauf der Baubehörde vermasselt. Und das tut unserem so geschäftstüchtigen Senat richtig weh! Obwohl- dort in der Baubehörde tun sich bizarre Dinge …. Überarbeitete Mitarbeiter drücken sich an der Stadthausbrücke in der Kälte vor den Türen herum, um zu rauchen… Hinter vorgehaltener Hand erzählen sie Passanten unaufgefordert Staatsgeheimnisse, weil sie die Belastung moralisch einfach nicht mehr aushalten. Um mehrere hundert Millionen haben sich die Investitionen verteuert, flüstern einem dort mit Sonnenbrillen bei Regen schlecht getarnte Beamte verzweifelt ins Ohr. Wie das alles noch finanzieren ohne Schulden? Dazu gibt es jetzt perverse Finanzierungsvorschläge einer verdeckt operierenden TaskForce, die Bausenator Gedaschko persönlich leitet, sagt mir ein bleicher Baubehördenplaner und steckt mir einen Zettel zu:“ Der Code-Name der neuesten Operation lautet „Kollekte Moorburg“!


Das Wahlsystem fordert alles vom Wähler, vor allem die Beherrschung der Grundrechenarten

Manchmal begegnet man einem Wähler, der außerdem Lehrer ist. Menschen, die täglich in unserem schlechten Bildungssystem durchs Feuer gehen, muss man besonders einfühlsam behandeln. Melancholisch sah der sehr engagierte Lehrer in sein Bier und sagte mir dann: Ihr werdet vielleicht eine große Überraschung erleben. Warum fragte ich alarmiert. Und da erzählte er von seiner letzten pädagogischen Niederlage: Also zwei Doppelstunden in Gemeinschaftskunde zur Hamburger Bürgerschaft in der gesamten Oberstufe brachten erstaunliches zu Tage: Zum Beipiel die CDU. Nach Meinung einiger seiner Schüler ist das die linkeste Partei überhaupt. Warum?


Freibier für alle bei der CDU, dort mittrinken und dennoch SPD wählen

Wundervolles Wetter heute und eigentlich viel zu schön, um Wahlkampf zu machen. Aber die Pflicht ruft und die Wähler und die SPD-GenossenInnen beobachten den Einsatz der Kandidaten genau....Es war jedenfalls sehr gute Stimmung. Und nun das Beste von Heute: Ich habe einen SPD-Hamburg-Becher an einen Wähler verschenkt, der mir düster erklärte, dass seine Ehefrau einen CDU-Becher besitzt. Also dieser SPD-Becher wird für intensive eheliche Kommunikation sorgen. Ich konnte mich da sofort in die Situation einfühlen


Die Hamburger Verhältnisse sind ganz anders…

Alle gegen Ole, titelte die Welt nach dem ersten Aufeinandertreffen der Spitzkandidaten. Wirklich alle? Oder ist es nicht ganz anders. Bisher hatte ich nicht den Eindruck, dass das Hamburger Abendblatt (unser Wohlfühlblatt), dass Welt und Bild gegen Ole von Beust und die CDU sind.


Plakate, Plakate und immer am falschen Ort macht man es sich zu leicht….

So ein Wahlplakat soll ja werbende Wirkung auf möglichst viele entfalten. Am Biertresen im Gespräch mit einem Bier trinkenden Wähler kommt man zu ganz neuen und sogar anwendbaren Erkenntnissen über ungewollte Plakatwirkungen. Also optimal wäre es, die Wahlplakate nicht einfach so beliebig über die Stadt zu verteilen, als würde man Rasterfahndung nach Wählern machen.


Die Satire der Woche: Gefängniszellen im Schnäppchenangebot

Seit die CDU in Hamburg regiert, wird in der Justizbehörde nicht mehr gesetzestreu vor sich hin geschnarcht. Der moderne Beamte denkt wenn dann global, und gleichzeitig aber total markwirtschaftlich. Einige übereifrige aber vernunftschwache Karrieristen haben es dann aber wirklich übertrieben: Tja beschlagnahmte Waffen im Internet zu versteigern, war nun wirklich ziemlich verwegen und eine krass unmoralisch Zockerei. Aber die Grundidee war genial. Wo wir doch alles mögliche haben, was wir ohne moralische Bedenken versteigern können: Da wären als erstes unsere viel zu großen Massen-Gefängnisse, die unerträglich unterbesetzt sind.


Die Woche vom 4.2.2008 –9.2.2008: Die letzten Bürgerschaftssitzungen und Ordnungsrufe

Es war eine ausgefüllte Woche: Montag Fraktionssitzung, anschließend parlamentarischer Abend für Presse und Politik im steril gestylten Riverside Hotel. An allen Tischen immer wieder Koalitionsspekulationen und Farbenspiele: Schwarz-Grün oder Schwarz-Rot? Klar ist die CDU wird jetzt eine Kampagne starten: Verhindert hessische Verhältnisse in Hamburg. Sonst müsste man ja ernsthaft über die CDU- Politik für die nächsten Jahre reden...

Und nun läuft die Kampagne ja auch schon....


Montag 4.01.2008: Fehler ohne Konsequenzen oder tritt Koch jemals zurück ?

Eine Woche nach der Hessenwahl hat Koch nun „Fehler“ eingeräumt. Es blieb ihm auch nichts anderes übrig. Schließlich ist zweistellig zu verlieren schon eine besondere Leistung. Da muss man sich als Regierungspartei wirklich Mühe geben. Die eigentliche Frage ist doch aber, welche Konsequenz Koch aus dieser ziemlich späten Einsicht zieht.


Samstag,2.2.2008: Schneetreiben, der Wahlomat und die Qual der Wahl

Es war heute kein Tag für Wahlkampf. Immerhin das Wetter war fair, nämlich schlecht gegen alle Parteien und in manchem Stadteilen gab es ein frühzeitiges Aus im Schneeregen und die Flucht in die Cafes. Aber außer durchnässten Flugblättern und kalten Händen gab es auch ein paar interessante Gespräche. Es gibt ja jetzt den Wahlomat der jeden Wähler vollautomatisch der für Ihn richtigen Partei zuordnet. Der Wahlomat ist offensichtlich von 18 bis mindestens 40 total in und ein „Must“ im Februar.


Donnerstag 31.1.2008: Koch vor der Wahl und Koch nach der Wahl

Vor der Wahl in Hessen hat Ole von Beust sich nicht von Roland Koch distanziert. Ganz im Gegenteil. Auch die Hamburger CDU scherte in den von Koch angeführten Geleittzug der Hardliner ein und sprach sich für eine Verschärfung des Jugendstrafrechts aus. Was Koch an Ausländerfeind-lichkeit loszutreten versuchte war eine Verletzung aller Regeln des politischen Anstands, und was tat Ole von Beust: er banalisierte die Stahlhelm-Attacken von Koch zu persönliche Stilfragen!


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